Geschichte

Um das Jahr 1900 zog es viele Familien aus dem Zoldo-Tal in den Dolomiten Italiens hinaus in die Welt; darunter auch die Vorfahren von Manuel Costantin und seiner Familie: die Costantins, die De Pellegrins, die Mosenas und die Arnoldos.

Sie alle wussten, wie so viele Bewohner dieses Tals und der angrenzenden Täler, schon damals um das Geheimnis, ein wohlschmeckendes Speiseeis herzustellen. Die De Pellegrins zog es ins nahe Österreich-Ungarn, wo Pietro De Pellegrin einen Salon für „Gefrorenes“ eröffnete, wie Speiseeis damals in der KuK-Monarchie genannt wurde. Die Familien Costantin, Mosena und Arnoldo hingegen schlugen die andere Richtung ein: Sie verkauften ihr Eis an mobilen Ständen, also mit Eiskarren, rund um den Gardasee, im Aostatal sowie im damaligen industriellen Zentrum Italiens, in Mailand und Umgebung. Doch in den 30er Jahren hielt es Aurelio Costantin nicht mehr in Italien. Er zog weiter- ins bürgerkriegsgeplagte Spanien, wo ihm nur wenig Glück beschieden war.

Die andere Seite der Familie, die De Pellegrins, mussten nur wenige Jahre nachdem sie gen Wien gezogen waren, wieder ins Zoldo- Tal zurück. Der Erste Weltkrieg war ausgebrochen, und so kämpften die Männer der De Pellegrins bald gegen jene, denen sie kürzlich noch Eis verkauft hatten. Kurz vor dem spanischen Abenteuer heiratete Aurelio Costantin eine De Pellegrin. Jene Familie hatte inzwischen nicht nur in Wien ihr Geschäft wieder eröffnet, sondern auch ein weiteres in Leipzig gegründet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlug es einen Grossteil der Familie wieder ins Zoldo- Tal. Von dort aus machten Sie sich abermals auf – nicht mehr nach Wien, wo die Zahl der Eisdielen pro Stadtbezirk beschränkt wurde, und auch nicht nach Leipzig, das nun zum Einflussbereich Stalins gehörte. Auch die Familie Mosena war inzwischen in Westdeutschland und eröffnete bei Fürth einen Eissalon.

Die Costantins ließen sich zuerst nahe Köln nieder. Adriano Costantin heiratete schließlich in den 70er Jahren Lavinia Mosena. 1978 zog die junge Familie um nach Bad Kreuznach, wo Sie bis 1987 einen kleinen Eissalon betrieb. Im Folgejahr wurde nebenan ein zusätzliches Eiscafé eröffnet, das 2005 mit dem älteren Eissalon vereinigt wurde. Beim 1988 ebenfalls anstehenden Umbau wurde die Eisdiele erstmals blau verkleidet. Die Bad Kreuznacher nahmen diesen deutlichen Farbhinweis gerne an und nannten den Eissalon Riviera mehrheitlich „DIE BLAUE EISDIELE“.

Im Frühjahr 2014 ließ Manuel Costantin, der Sohn von Lavinia und Adriano Costantin und der neue Chef, die BLAUE EISDIELE komplett umbauen. Seitdem prangt auch auf den Außenschildern der offizielle neue Name.